Kapitel 3

Drittes Kapitel......................................................
Ägyptologie

Im Gegensatz zu Astronomen, Astrophysikern und anderen Wissenschaften, deren Fachbereiche unter einer Flut täglich neuer Informationen einer laufenden Korrektur unterliegen, lehnen Ägyptologen grundsätzlich Korrekturen an der von ihnen vertretenen Lehre ab und komme was da wolle, in dieser Haltung verharren sie.

So spricht der ägyptologische gesunde Menschenverstand:
"Tausende von 'Wissenschaftlern' haben sich 'seit Jahrhunderten' mit dem 'Problem' befasst und die 'Chronologie' ist weitgehend abgeklärt. Uns erwarten keine großen Überraschungen mehr." Was Dr.P.Lecovara, Kurator des Museums of Fine Arts in Boston, ausdrückt, ist die geistige Haltung der überwiegenden Mehrheit etablierter Ägyptologen in aller Welt.

Diesen Ägyptologen zufolge beginnt die Geschichte Ägyptens um das Jahr 3'000 v. Z. herum mit dem Pharao Menes. Davor, das räumen sie ein, mögen im Niltal einige kulturlose Stämme gelebt haben, aber so um 3'500 v. Z. seien Ägypter nur Jäger und Sammler gewesen, also Steinzeit, und berufen sich dabei auf archäologische Erkenntnisse.

Nach den Ägyptologen begannen die Pharaonen so um 2'500 v. Z. herum Pyramiden zu errichten, um ihre einbalsamierten Leichname darin unterzubringen und deshalb seien die Pyramiden als königliche Grabstätten anzusehen. Soweit stimmt das auch und es wäre gar nichts dagegen einzuwenden, wenn die Ägyptologen die drei zuerst erbauten Pyramiden ausgeklammert hätten. Obwohl die Entstehung der beiden danach erbauten Pyramiden (Chephren- und Mykerinos-Pyramide) nicht aus Prinzipien als Grabstätten zu dienen entstanden, wurde bei diesen dann das eine mit dem anderen verbunden, sodass diese beiden Pyramiden auch als Grabstätten fungierten.

Bei der Chronologie der Pharaonen berufen sich die Ägyptologen auf die sogenannte Königsliste, die auf Manetho zurückgeht, einem Priester und Historiker, der so um 300 v. Z. gelebt haben soll. Diese Königsliste hat sich in der Vergangenheit auch immer als zutreffend bewährt und sie ist das eigentliche Fundament, auf dem die ganze Ägyptologie aufgebaut wurde. Aber Manetho hat nicht nur eine Königsliste hinterlassen, die so um 3'000 v..Z. mit dem Pharao Menes beginnt, sondern auch Aufzeichnungen einer davor liegenden zigtausend Jahre zurückreichenden Geschichte. Der Widersinn der Ägyptologen liegt darin, diese aus der gleichen zuverlässigen Quelle kommenden Informationen in ihrer ganzen Totalität zu ignorieren, denn demnach finge die ägyptische Geschichte irgendwann in grauer Vorzeit mit sogenannten Göttern an, aber davon wollen die Ägyptologen absolut nichts wissen.

Außer Manetho gibt es noch andere Quellen, die von einer zigtausend Jahre alten Geschichte Ägyptens erzählen und eine davon befindet sich im Britischen Museum, der sogenannte Schabaka-Stein, auf dem lassen sich sogar die Beschlüsse der Götter ablesen und was sich zu ihren Zeiten zugetragen hat! Wer wollte nun sagen, in der Götter Rede läge kein Sinn? Aber genau das tut der 'gesunde' Menschenverstand, in diesem besonderen Fall heißt das sogar, er hält sich für gescheiter noch als die Götter es waren.

1984 warnte Labib Habachi in seiner Eigenschaft als damaliger Altertümerverwalter der ägyptischen Regierung, dass nur schon 'eine einzige zufällige Entdeckung' die ganze Ägyptologie widerlegen könne. Die Warnung dieses Fachmannes besagt nichts anderes, als dass das gesamte Konzept der Ägyptologie auf sehr sehr wackeligen Stützen ruht und dass die Warnung nicht unbegründet ist, ahnt man nach einem Rückgriff auf das Fachwissen von Experten für ägyptische Hieroglyphen, von denen Wallis Budge einer ist. Budge:
"Etliche Passagen (der Texte) lassen erkennen, dass die Schreiber, nach deren Vorlagen die Bildhauer den Text in den Stein meißelten, nicht verstanden haben, was sie da schrieben...
Allgemein hat man den Eindruck, dass die Priester, die die Abschriften aufsetzten, Auszüge aus verschiedenen Werken aus unterschiedlichen Epochen mit verschiedenartigem Inhalt angefertigt haben...
Infolgedessen sind die Pyramidentexte gespickt mit Schwierigkeiten aller Art. Die genaue Bedeutung zahlreicher Wörter, die wir da finden, ist unbekannt.
Die Satzkonstruktionen trotzen häufig allen Versuchen einer Übersetzung und wenn sie gänzlich unbekannte Wörter enthalten, werden sie zu unlösbaren Rätseln."
Aber der ägyptologische gesunde Menschenverstand will schon alles weitgehend abgeklärt haben, 'genial' müsste man nun sagen und wir werden uns gleich eingehend damit befassen und sehen, worin die 'Abklärung' bestehen soll, doch zuvor schauen wir uns erst einmal an, was die Ägyptologen gern zu verschweigen suchen.

Bild (110) 17 (Bild Galerie folgt)

Das Bild zeigt eine Ansicht der Gizehanlage. Verschwiegen wird von den Ägyptologen gern, dass die mittlere und hintere Pyramide früher ganz anders aussahen. Beide Pyramiden trugen einst eine nahtlose Verkleidung aus 16 Tonnen schweren Blöcken. Ein kleiner Abschnitt dieser Verkleidung ist noch heute am Fuß der Grossen Pyramide erhalten.

Flinder Petrie, der diese Blöcke 1881 eingehend untersuchte, stellte mit Erstaunen fest, dass die mittlere Fugenstärke zwischen den Blöcken 0,5mm betrug, d.h. die Abweichung einer Seitenfläche eines Blocks mit einer Kantenlänge von etwa 2,25 Metern beträgt im Höchstfall 0,25mm.
Das ist eine rein theoretische Annahme, denn nach Flinder Petrie befindet sich in den Fugen auch noch ein Bindemittel, was in der Praxis für sich allein schon eine Unmöglichkeit wäre, wie jeder Architekt oder Bauingenieur heute behaupten würde.
Flinder Petrie in 'Pyramids and Temples', S.13: 'Die Steine passgenau nebeneinander zu setzen war an sich schon eine schwierige und mühevolle Arbeit, doch mit 'Mörtel' in den Fugen scheint es fast ein Ding der Unmöglichkeit."
Also, zusammenfassend, die Flächenmaßabweichung ist in Wirklichkeit um sehr vieles geringer als die Stärke des Papiers dieser Seite und die Winkelmaßtoleranz müsste zudem noch Nullkommanull betragen und perfekt sein!

Die Oberfläche eines Blocks, seiner sechs Seiten, beträgt rund 20 Quadratmeter und die Genauigkeit der Politur ist vergleichbar mit der Genauigkeit heutiger astronomischer Spiegel. Mal ganz abgesehen davon, dass derart große Flächen unmöglich von Hand mit der unfassbaren Genauigkeit hätten poliert werden können, reden wir hier ja nicht von ein paar Dutzend Blöcken, sondern für die Vermantelung der Grossen Pyramide wurden 27'000 Blöcke errechnet und für die Nachbarpyramide ein paar Tausend weniger, also reden wir von rund 50'000 Blöcken oder einer polierten Gesamtfläche von rund 1'000'000 Quadratmetern, die, so die Ägyptologen, von den Ägyptern mit derartiger Genauigkeit von Hand poliert worden sein sollen!
Aber das Wundern hört hier nicht auf sondern fängt erst an, wenn man weiss, dass sich im Umkreis von Zigkilometer keine Steinbrüche befinden, wo die Steinquader hätten gebrochen werden können, die Zeit berechnet, welche die Polierung in Anspruch genommen hätte und das eigentliche Unternehmen, die Blöcke in die Höhe zu transportieren und zu montieren - ein ganzes Jahrhundert wahrscheinlich oder mehr sogar noch! Also schon allein aus der Sicht der Massenproduktion dieser unglaublich maßgenauen Blöcke könnte das gesamte Werk keine Momentaufnahme in der Geschichte eines Volkes sein, das sich einem einzigen Herrscher zuschreiben ließe.

Und selbst wenn man den Ägyptern zugestehen würde so intelligente Superwesen gewesen zu sein, dass sie die 1'000'000 Quadratmeter Fläche mit derartiger Genauigkeit von Hand hätten polieren können, was nur mit dem Einsatz optischer Feinmessgeräte überhaupt möglich wäre!, weshalb sollten diese intelligenten Wesen dann auch noch so überaus dumm gewesen sein, außer den Front- und Seitenflächen auch noch die Rückseiten, also die dem Bauwerk zugeneigte Fläche der Blöcke zu polieren?
Weshalb über 150'000 Quadratmeter Fläche - über 15 Hektar - Sinnloserweise polieren? Würden intelligente Wesen eine völlig sinnlose Arbeitsleistung erbringen, noch dazu eine von höchstem Schwierigkeitsgrad?
Nicht mal ein Dummkopf würde tun! Folglich stellt die sechste Fläche keine 'Mehrleistung' im Sinn von Arbeitsaufwand dar, sondern fällt 'produktionsbedingt mit an' - oder ist etwas falsch an dieser Logik?
Wenn die Logik zutreffend ist, dann können diese Blöcke auch nicht manuell angefertigt worden sein. Wenn die Blöcke aber nicht von Hand hergestellt wurden, wie sind sie dann entstanden?

Nun ist klar, dass die Ägyptologen es vorziehen über die Verkleidung mit den 16 Tonnen schweren Blöcken möglichst zu schweigen, denn was immer sie sich auch ausdenken würden, in eine 'Lehre einpassen' ließe sich das Gedankenprodukt ganz bestimmt nicht und das zeigt an sich ja schon, dass an der 'Lehre' etwas falsch sein muss.

Es soll schon Ägyptologen gegeben haben, die in Wut gerieten bei der an sich harmlosen Frage, wann die Vermantelung der beiden Pyramiden mit diesen Blöcken stattgefunden haben soll, denn nach der Bauvollendung um 2'500 v.Z. bestand diese Verkleidung nicht.
Erst nach 1'300 v.Z. tauchen Texte und arabische Schriften auf, in denen die beiden Pyramiden überschwänglich als 'glänzende Juwele' beschrieben werden - bis 1'301 nach der Zeitenwende, als ein Erdbeben die Verkleidung absprengte und die Blöcke dann zum Wiederaufbau der in Trümmern liegenden Moscheen und Paläste in Kairo Verwendung fanden und danach dann logischerweise ihre verlorene Schönheit keine Erwähnung mehr findet.

Die Sache ist bloß die, um die erdbebensichere Verkleidung der Pyramiden abzusprengen, müsste ein Erdbeben von der Kraft auf der Skala Richter von über acht stattgefunden haben. Ein Erdbeben hat es gegeben, daran gibt es keine Zweifel, aber eines von solcher Kraft hat in Kairo nicht stattgefunden, daran bestehen auch keine Zweifel.
Also, die Sache mit der Verkleidung der beiden Pyramiden mit supermaßgenauen 16 Tonnen Blöcken und die gesamten Umstände bis zu ihrer Absprengung ist ein einziges Mysterium. Da versteht man sehr gut, dass die Ägyptologen es vorziehen, das Thema möglichst nicht zu erwähnen.

Fassen wir das Vorstehende bis hier mal soweit zusammen.
* Wer hätte 50'000 Blöcke von derartiger Präzision zu damaliger Zeit ohne technische Hilfsmittel anfertigen und montieren können?
Die Ägypter jedenfalls nicht und auch kein anderes Volk zu der Zeit
auf Erden.
* Und wann hätte das geschehen können und wozu sollte der sagenhafte Aufwand einer erdbebensicheren Präzisionsvermantelung der beiden Pyramiden dienen?

Die dokumentierte Geschichte Ägyptens
Nach altägyptischen Texten beginnt die Geschichte Ägyptens zu Zeiten als Götter auf Erden wandelten. Diese Zeit ist unter dem Begriff Zep Tepi bekannt, was 'Erste Zeit' bedeutet, und die Wesen wurden Neterus genannt. Neter könnte der Begriff für Götter sein, aber der genaue Wortbegriff muss wohl als verloren angesehen werden.
Der zuerst erschienene Neter trug den Namen Geb und von ihm wird gesagt, dass er die Personifizierung des Erdgottes sei. Aus der Union mit seiner Schwester, der Himmelsgöttin Nut, seien fünf Kinder entstanden, von denen Osiris der Erstgeborene war. Allen Neterus werden göttliche Attribute zugeordnet und Osiris gilt als Richter der Toten und Gott des Jenseits. Bei der Geburt des Osiris soll eine laute Stimme über der ganzen Welt zu hören gewesen sein, die verkündete: "Der König der Erde ist geboren."
Bevor Osiris die Herrschaft über die ganze Erde antreten konnte, starb er eines unnatürlichen Todes. Nach widersprüchlichen Texten heißt es einmal, er sei im Wasser ertrunken und andererseits, er sei von seinem Bruder Seth erschlagen und ins Wasser geworfen worden.

Aus irgendwelchen uns nicht bekannten Gründen wurde mit dem 'Sturz ins Wasser' die Seele des Osiris als für immer verloren angesehen und die weitere Handlung der Götter war darauf ausgerichtet, die Seele des Osiris zu retten.
Was auch immer die Gedankengrundlage der ägyptischen Götter zu dieser Angelegenheit gewesen sein mag, den Texten zufolge wurde dem sterbenden oder toten Osiris der Samen entzogen und die junge Isis damit geschwängert - heißt es, bloß ist gerade dieser Umstand völlig unklar. Es gibt zu viele Geschichten, die glaubhaft zu machen suchen, Isis sei von dem toten Osiris geschwängert worden. Von Mutter Isis wurde dann Göttersohn Horus geboren, daran bestehen keine Zweifel, der sich für Osiris opfern sollte, damit dessen Seele Erlösung oder Befreiung fände oder auf diese Weise vor einem furchtbaren Schicksal bewahrt würde.

Der Opfergang des Horus sollte darin bestehen, sich selbst im Feuer des Sterns Al Nitak, dem Hauptstern des Sternbild Orion, als Opfer darzubringen. Da das Abenteuer, in den Himmel aufzusteigen, sich nicht in Menschengestalt durchführen ließ, fiel dem Horus die Aufgabe zu, das Unternehmen in Gestalt eines Geistes durchzuführen. Wie Horus zu einem Geist hätte werden können, geht aus keinem alten Text klar hervor, aber den Texten lässt sich entnehmen, dass das Geist-Sein eine vorübergehende Existenz nach dem physischen Tod zu sein scheint. Der Weg, den Horus als Geist am Himmel zu gehen hatte, wird in vielen Varianten häufig wiederholt, je nachdem aus welcher Zeit die entsprechenden Texte stammen und welche Veränderungen zwischenzeitlich am Sternenhimmel stattgefunden hatten.

Dem 'großen Plan' zufolge, wie das Unternehmen des Horus genannt wurde, sollte auf Erden ein Horus-Haus, das ist die Grosse Pyramide, die von den Ägyptologen Cheopspyramide genannt wird, und ein irdisches Abbild des Himmels entstehen, das sind die beiden grosssen und die kleinere Pyramide der Gizehanlage, die das Abbild der beiden stark und den schwächer leuchtenden Gürtelstern des Orions darstellen, sodass die Texte von einem 'Horus-Haus im Himmel' und einem 'Horus-Haus auf Erden' reden.

Hier bin ich (Hubert Rosenberger) bei meiner Pyramiden Forschung auf dem steilen Weg zur Königskammer in der Cheops Pyramide:



Halten wir uns an die Texte.
Ich stehe vor den Herren, die bei der Verwandlung des Körpers
eines Menschen in den Leib eines Geistes zugegen waren,
die bei der Wiederauferstehung zugegen waren,
als der Leichnam des Osiris in den Berg einfuhr, und die
Seele des Osiris verklärt herauskam...
als er aus dem Tod hervorkam, ein Verklärter,
sein Gesicht strahlend weiß...

Dieser Text ist dem alten ägyptischen Totenbuch entnommen, das dem letzten der Götter, Thoth, zugeschrieben wird, und spiegelt die unglücklichen Folgen für die Seele des Osiris wieder. Sein toter Körper 'fuhr ein in den Berg', dabei ließ er einen 45 Meter langen, schräg in die Tiefe führenden Hohlraum im Gestein zurück - wir kommen später darauf zurück. Sein Körper unterlag dabei einer Materialumwandlung, die wohl mit dem vorausgegangenen 'Fall ins Wasser' in Zusammenhang stand und worin der im Gestein entstandene Hohlraum, das nun fehlende Material, eine Erklärung finden wird.
Als Osiris aus dem Schacht hervorkam, war er zu einem leibhaftigen stofflichen Geist geworden, in dem seine Seele eingeschlossen war - das war sein Unglück! Gesichtszüge hatte der Geist keine, auch keine Sinnesorgane wie Augen, Nase, Mund und Ohren und keine Arme und Hände und wahrscheinlich auch kein Bewusstsein.

Die Ausschnitte der nachstehenden Texte behandeln das Unternehmen des Horus, seine Auferstehung als Geist und das Abenteuer, die Opferstätte am Himmel zu erreichen, um durch seine Selbstaufopferung die Seele des Osiris zu retten.
"(Ich bin) das Wesen eines Gottes, der Sohn eines Gottes, der Bote eines Gottes.
Ich komme und reinige mich im Gefilde der Binsen, ich steige hinab in das Gefilde von Kust. Die Horusdiener reinigen mich, sie baden mich, sie trocknen mich ab, sie rezitieren mir den Spruch vom rechten Weg, sie rezitieren mir den Spruch vom Aufstieg.
Ich steige auf zum Himmel. Ich steige in jenes Schiff des Re (Re = Sonne oder Sonnengott), ich kommandiere ihm jene Götter, die es rudern.
Jeder Gott, er jauchzt bei meinem Nahen, und sie jauchzen beim Nahen des Re, wenn er hervorkommt auf der östlichen Seite des Himmels, in Frieden, in Frieden.
Der Himmel ächzt, die Erde zittert vor mir. Ich bin ein Zauberer, ich bin im Besitz von Zauberkraft.
Ich komme, damit ich Orion verkläre, damit ich den Osiris an der Spitze sein lasse, damit ich die Götter auf ihre Spitze setze.
Mahat, Stier der Götter, bring mir dies, setze mich auf jene Seite."

1'000 Jahre späterer Text aus der Zeit, als das ägyptische Volk den Wiederauferstehungsglauben anhing:
"Hingelegt worden sind mir die beiden Schilfbündel des Himmels von der Morgenbarke des Re, damit Re auf ihnen überfahre zu Horus, dem Horizontbewohner, zum Horizont. Hingelegt worden sind die beiden Schilfbündel des Himmels von der Abendbarke dem Horus, dem Horizontbewohner, damit ich auf ihnen überfahre zu Harachte am Horizont...
Ich steige empor auf jener östlichen Seite des Himmels, auf der die Götter geboren werden, und ich werde (dort wieder) geboren wie Horus, wie der Horizontbewohner...
Ich habe die wohlversehenen Geister (die dies geworden sind) durch ihren Mund gefunden... (Wer bist du?), so sagten sie mir, die wohlversehenen Geister, (die) durch ihren Mund (dies geworden sind). Ich bin ein wohlversehener Geist durch meinen Mund.
Wie ist dir denn dies möglich geworden? , so sagten sie zu mir... du bist gekommen zu dieser Stätte, die erhabener ist als (jede) andere Stätte! Ich bin gekommen zu dieser Stätte, die erhabener ist als jede Stätte..."
Wovon die 'wohlversehenen' Geister, 'die dies durch ihren Mund geworden sind', eigentlich reden, ist vielleicht ein bißchen unverständlich. Mythologischen Überlieferungen zufolge war das Erreichen dieser 'erhabenen' Stätte, die als ein zeitweiliger Aufenthaltsort betrachtet wurde, die Auswirkung einer um Wahrheit bemühten aufrichtigen Geisteshaltung im letzten Leben.

Horustext:
"Wenn ich mit meinem Ka komme, so öffne deine Arme für mich, damit geöffnet werde der Mund meiner Vergöttlichung, derer ich bedarf, damit ich aufsteige zum Himmel, und ich will hinaufsteigen...
Eine Gunst, die Geb und Atum gewähren: dass diese Pyramide und dieser Tempel für mich und meinem Ka errichtet werden und dass diese... Pyramide und dieser Tempel von mir und meinem Ka umschlossen werden...
Wer seinen Finger an diese Pyramide und diesen Tempel von mir und meinem Ka legen sollte, der hat seinen Finger an das Horushaus im Himmel gelegt..."
Ka wird allgemein mit 'Doppelgänger' oder der 'unsterbliche Bewohner des Körpers' übersetzt.
"Der Himmel ächzt, die Erde zittert vor mir. Ich bin ein Zauberer, ich bin im Besitz von Zauberkraft. Ich komme, damit ich Orion verkläre, damit ich den Osiris an der Spitze sein lasse...
Ich komme zu dir, mein Vater, ich komme zu dir, Osiris..."

Ein Text, der die Persönlichkeit Osiris ins Bild bringt.
"Dies sind die Wege des Osiris,
sie reichen so weit wie der Himmel.
Jedermann aber, der auf ihnen einzugehen versteht,
der ist ein Gott,
der das Gefolge des Thoth anführt (und) er ist einer,
der zu jedem Himmel hingeht,
in den er einzugehen wünscht..."

Wie aus den Texten hervorgeht haben wir es mit Geist, Zauber, Seelenwanderung und Wiederauferstehung zu tun, mit Themen von denen wir nichts verstehen, weil sie in der heutigen Lehre nicht mehr enthalten sind - weil es diese Themen nach heutiger Lehre nicht mal
geben darf!
So unglaublich wie diese Geschichte auch scheint, zieht sie sich doch wie ein roter Faden über Jahrtausende durch die ägyptische Geschichte und wird von allen altägyptischen Texten voll und ganz abgedeckt.
Bis zur Fertigstellung der Gizehanlage so um 2'500 v.Z. herum, haben alle Pharaonen die Kräfte des Volkes in den Dienst des 'großen Plans' gestellt, der einzig und allein dem Zweck diente, eine verlorenen Seele zu retten.

Zur gleichen Zeit mit der Fertigstellung der Gizehanlage, als der 'große Plan' Erfüllung fand, wurde diese Geschichte zur Grundlage, zum Prinzip überhaupt, des Wiederauferstehungsglaubens, dem alle späteren Pharaonen und das ägyptische Volk anhingen, sodass die Texte in vielen Varianten Wiederholung fanden. Diese Pharaonen errichteten aufwendige Grabstätten für sich, was sich in über hundert erbauten Pyramiden widerspiegelt, während die ersten Pharaonen, die dem 'großen Plan' dienten, wohl einer ganz anderen geistigen Ausrichtung folgten, denn von denen ließ sich nicht mal ein lächerlicher Grabhügel finden, so
sehr die Ägyptologen auch danach suchten.

Ägyptische Mythologie
Die Mythologie der Ägypter ist zu umfangreich, zu verworren und zu widersprüchlich um ein klares Bild erarbeiten zu können. Bei der Vielzahl der Götter, dem Wandel ihrer Namen und gewisser Eigenschaften im Laufe der Zeit und dem Einfluss des gesunden Menschenverstandes, ist es nicht möglich auch nur eine annähernd klare Übersicht zu gewinnen. Richten wir deshalb unsere Aufmerksamkeit auf den relativ verständlicheren Teil der Mythologie vor der Geburt des Osiris.

Wenig bekannt ist wohl der Fakt, dass die Ägypter neben ihren vielen Göttern einen unsichtbaren Schöpfer kannten, einen Schöpfer, dem die Götter selbst noch ihre Entstehung verdankten. Im Gegensatz zu den Göttern ist dieser Schöpfer nicht physisch im Sinn von Materie und er schafft auch nicht im Sinn von körperlicher Tätigkeit. Er lässt sich eher als die Ursache aller Ursachen verstehen, derjenige, der den 'Urstoff' liefert, aus dem die Materie und die Lebewesen hervorgingen. Mal wird er Aten oder auch Khepri genannt und er ist noch unter vielen anderen Namen bekannt und es ist von ihm angeblich der mehr oder weniger genaue Ausspruch überliefert, in dem er folgendes zum Ausdruck gebracht haben soll:
"Himmel und Erde existierten noch nicht und auch nicht die Dinge auf Erden. Ich habe sie geschaffen aus Nu, aus ihrem unmanifestierten Zustand. Ich erschaffte die Dinge schon, bevor sie gemacht waren und sie gehen aus meinem Mund hervor (sie manifestieren sich aus seinem gesprochenen Wort, ist der Sinn)."
Was entstand oder vielleicht auch schon seit Ewigkeiten vorhanden war, das lässt sich den Texten nicht eindeutig entnehmen, war das große Urgewässer, Nu genannt. Er sagt weiter:
"Ich fand keinen Platz zum Stehen. Aus meinem Herzen kam der Wunsch, einen Platz in Maat zu formen."
Maat heißt soviel wie Gesetz, Ordnung und Stabilität und gleichzeitig nimmt Maat eine bestimmte Position am Sternenhimmel ein und ist der Ort, zu dem die Ägypter nach ihrem Tod gelangen wollten.
"Ich tat alles. Ich war allein. Ich hatte den Gott Shu und die Göttin Tefnut noch nicht hervorgebracht. Ich wirkte allein."

Weiter heißt es, dass noch keine Sonne aus Nu hervorgegangen sei. Irgendwann ging dann eine Veränderung mit Nu vor sich und Shu und Tefnut entstanden (auch Amun und Mut genannt, wenn es sich hierbei nicht um weitere Unterteilungen handelt). Shu und Tefnut sind wohl am besten als 'feuchter Nebel' bzw. als 'trockener Nebel' zu verstehen, vom materiellen Standpunkt aus beurteilt. Aber mit den beiden materiellen Massen entstanden gleichzeitig auch zwei Wesen, die Verkörperungen von Bewusstsein aus diesen materiellen Massen waren. Shu hatte die Fähigkeit auf den 'trockenen Nebel' und Tefnut auf den 'feuchten Nebel' einzuwirken und sie waren ein Geschwisterpaar, Sohn und Tochter von Nu.
Gleichzeitig mit der weiteren Verdichtung und Formung der Materie ging das Hervorkommen neuer Wesen einher, unsichtbare mächtige Individuen von hoher Intelligenz, Götter genannt, die genauso wie die elementaren Massen in einem Verwandtschaftsverhältnis standen und außer besonderen
individuellen Eigenschaften ganz spezielle Wirkungsbereiche in bezug auf die entstandene Materie hatten.

Die ägyptische Schöpfungsgeschichte ist auf einen bestimmten Raum beschränkt und das ist der mit bloßen Augen erfassbare Sternenhimmel. Dieser Raum wird als Universum bezeichnet und alle Dinge innerhalb dieses Raumes entstanden zu gleicher Zeit.
Man muss die Intelligenz dahinter erkennen. Der Polarstern, um den sich unsere Sonne dreht, liegt im äußeren Bereich der Galaxis, rund 40'000 Lichtjahre außerhalb des galaktischen Zentrums. Jede sich vom Zentrum nach außen ausbreitende materielle Entwicklung braucht deshalb Zeit, viel Zeit. Zwischen der materiellen Entwicklung des galaktischen Zentrums und seiner Außenbereiche liegen Hunderte von Millionen Jahre Unterschied und was für ihre zeitlich unterschiedliche materielle Entstehung gilt, gilt nun mal auch für ihre 'Schöpfungsgeschichte'.
Die Ägypter haben das bedacht? Jedenfalls haben sie richtigerweise eine raumbegrenzte Zeitgeschichte überliefert und was sie unter dem Begriff Universum verstanden, ist nicht das Gleiche, das heute darunter verstanden wird.

Irgendwann sind dann aus dem Urgewässer und den sich verdichtenden Nebeln materielle Formen entstanden und Shu und Tefnut brachten Erde und Himmel hervor.
In der Schöpfungsgeschichte der Ägypter meint man fast die Schöpfungsgeschichte der Israeliten wieder zu erkennen, die genau an dieser Stelle einsetzt und die Entstehung der Götter auslässt. Aber die Schöpfungsgeschichte der Ägypter wurde schon von Menschen weiter gegeben, lange bevor es Israeliten oder den sumerischen Adam gab. Die Israeliten brachten diese Schöpfungsgeschichte aus ihrer Gefangenschaft mit, die sie dann auf ihre Bedürfnisse zuschnitten. Vielleicht weil sie die Überlieferungen nicht verstanden, was nicht weiter verwunderlich ist, da sie als Gefangene keinen Zugang zu den Texten oder zu den Priestern hatten, die das Wissen lehrten. Wir werden auch gleich sehen, was sie auf die Idee brachte, Noah zum Stammvater der Menschheit zu machen.

Himmel und Erde, bzw. Geb, der Erdgott und Nut, die Himmelsgöttin, sind die Kinder von Shu und Tefnut. Man sollte sich unter Himmelsgöttin nicht die (männliche) Gottheit des irdischen Luftraums vorstellen, sondern den Äther des Weltalls, in dem sich die Himmelskörper befinden. Ähnlich verhält es sich auch mit dem Begriff Erdgott. Damit ist nicht die (weibliche) Gottheit der Erde gemeint, sondern der Stoff Erde, grobe Materie an sich, aus dem die Himmelskörper bestehen. Geb und Nut sind die Gottheiten der Elemente Erde und Äther.

Aus den altägyptischen Texten geht hervor, dass die Vereinigung von Himmel und Erde, also Geb und Nut, zu einer Zeit stattfand, als die Erde noch nicht von einer Lufthülle umgeben war - eine Situation wie sie vor Milliarden Jahre bestand! Es blieben auch auf Osiris bezogene altägyptische bildliche Darstellungen erhalten, bei denen die Ost-West Himmelsrichtung vertauscht ist, Darstellungen, die in der Absicht der Künstler lagen und eine Situation beschreiben, wie sie vielleicht vor etlichen zigtausend Jahren bestanden haben könnte.
Vielleicht spielen die auf Osiris in Anwendung gebrachten Begriffe wie
'Zeitenüberwinder' und 'Eroberer von Jahrmillionen' auf diese Umstände an, uns bleibt jedoch nichts anderes als einzugestehen, dass wir das nicht mehr verstehen können. Wenn wir uns mit all diesen Merkwürdigkeiten auseinander zu setzen suchten, entstände ein totales Unverständnis, aber wir sollten uns zumindest des Umstandes bewusst sein, dass zu der Zeit, als sich die Geschichte des Osiris zutrug, andere materielle Zustände als heute herrschten.

Es wird gesagt, als König regierend habe Osiris die Vorfahren der Ägypter aus dem Zustand der Wildheit befreit, ihnen Gesetze verordnet und gelehrt die 'höheren Mächte' zu verehren, denn vor seiner Zeit waren die Menschen Kannibalen. Isis, seine jüngere Schwester, entdeckte wildwachsenden Weizen und Gerste und Osiris führte den Anbau dieser Getreidearten in seinem Volk ein. Zudem soll Osiris das Keltern von Trauben zu Wein erfunden haben, was dann zum Weinanbau führte. Er reiste auf der ganzen Welt herum und verbreitete Wissen und lehrte Ackerbau. Angeblich starb Osiris im 28.Jahr seines Lebens am 7.Tag des Monats Athyr, als die Sonne im Zeichen des Skorpions stand, eines gewaltsamen Todes.

Osiris ist die zentrale und in ihrer Symbolik vielleicht die umfassendste Figur des ägyptischen Pantheons. Er ist der Inbegriff der Wiederauferstehung von den Toten. Er gilt auch als Vegetationsgott. Es gibt sogar symbolische Darstellungen, bei denen aus dem toten Osiris eine neue Saat aufgeht - eine neue Menschheit vielleicht?
Soweit die Mythologie der Ägypter.

Bevor wir mit der analytischen Betrachtung der ägyptischen Geschichte beginnen, sollten wir der in diesem Zusammenhang entstehenden Frage nachgehen, wieso die Ägyptologen angesichts einer voll und ganz von altägyptischen Texten abgedeckten, über Jahrtausende reichenden Handlung und einer Fülle von schriftlichen Zeugnissen aus zuverlässigen Quellen von einer Frühgeschichte Ägyptens absolut nichts wissen wollen. Wie lässt sich diese Geisteshaltung verstehen?
Die Antwort ist, weil sie dann erstens nicht umhin kämen die 'Götter Ägyptens' zu akzeptieren und sich dann zeigte, dass ihre 'Lehre' von Grund auf falsch ist, und zweitens, was die gleiche fatale Wirkung auf ihre Lehre hat, weil eine Frühgeschichte mit Wissen, Kultur und Anstandsregeln dem geltenden Weltbild widerspricht und ganz und gar nicht in das Bild von einer Jahrhunderttausende dauernden Steinzeit passt! Welcher Fachmann auch immer sich gegen diese 'anerkannten Ansichten' stark machte, er würde seine Stellung und seinen Ruf riskieren.

Es widerspräche auch ihren 'religiösen Anschauungen', egal ob sie sich nun Juden, Christen, Moslems, Bahais oder sonstwie nennen. Diese Religionen stellten das Dogma in die Welt, dass es außer Isaaks Schrecken, keinen anderen Gott gibt. Ob sie ihn Allah, Yehowa, Yahwe oder anders noch heißen spielt dabei auch keine Rolle, denn es handelt sich immer um denselben.
Und hier nimmt der Irr-Sinn nun Formen an, wie es verrückter gar nicht mehr zugehen kann. Isaaks Schrecken sagt nämlich nicht, dass es nur einen Gott gibt, sondern er sagte das Gegenteil dazu aus. Isaaks Schrecken sagte den Israeliten, dass sie 'keine anderen Götter neben ihm' haben sollen, woraus klar hervor geht, dass es die 'anderen Götter' gibt. Mal ganz abgesehen davon, dass ein Unterbewusstsein nicht lügen kann, wenn in Realität keine Götter existierten, dann bedurfte es dieser Aufforderung Isaaks Schreckens nicht, ganz einfach deshalb nicht, weil dann ja auch nichts hätte passieren können.
Aber wenn es Götter gab, dann passierte 'etwas' und eben das, was damit eingeleitet wurde, lief den Bemühungen Isaaks Schreckens zuwider - das ist die schlüssige Folgerung und jede andere Interpretierung wäre un-sinnig.
Wenn Isaaks Schrecken die Israeliten zu dieser Haltung auffordert, dann tat er das nicht, weil er ein 'eifersüchtiger Gott' ist, wie behauptet wird, sondern er bringt damit zum Ausdruck, dass er der ungeteilten 'Aufmerksamkeit' aller Israeliten bedurfte. Dieses Verlangen entsprach nicht irgend einer Laune, sonder einer Notwendigkeit, wie wir im Nachfolgenden noch erkennen werden.

Was die Atheisten unter den Ägyptologen betrifft, so sind sich diese mit den Glaubensanhängern, wenn auch aus ganz anderen Gründen, in diesem einen Punkt grundsätzlich einig: Götter gibt es nicht.
Zu diesem Schluss gelangten sie, nachdem sie das Wesen dieser oder jener der hunderte von Religionen studiert hatten, von denen jede von sich behauptet, die 'wahre Religion' zu sein.
Nachdem die nach Wahrheit Suchenden die Widersprüche der Konzepte und Dogmen erkannten, wandten sie sich von jeglicher Glaubensanschauung ab und den Wissenschaften ganz zu.
Nehmen wir großzügigerweise mal an, dass das bei allen Atheisten so gewesen sein könnte, denn sonst müssten wir bei den anderen unter ihnen gewisse geistige Mängel beklagen.
Also, weil der 'gesunde Menschenverstand' es so will, dürfen keine Götter sein, ein anderer Grund existiert nicht.
Vom wissenschaftlichen Standpunkt besteht jedenfalls kein Indiz, das für die Behauptung des gesunden Menschenverstands herhalten könnte, aber eine ganze Reihe Indizien sprechen dafür, dass es da 'etwas geben muss', weil mit der Beziehung Götter/Mensch Effekte einher gehen, deren Ursachen sich der wissenschaftlichen Erforschung entziehen.

Nach Ansicht des gesunden Menschenverstands müssen demnach auch die Überlieferungen aller frühkulturellen Völker Überlieferungen Schwachsinniger sein, wenn diese zu verstehen geben, dass die damalige Götter/Mensch Beziehung es war, die die Menschen überhaupt erst aus dem dumpfen Geisteszustand steinzeitlicher Erdlinge befreite.
Nach Ansicht des gesunden Menschenverstands müssten wir dann die intelligenten Nachkommen von... ? Man kann's sich auch gleich ersparen darüber Worte zu verlieren. Sehen wir uns lieber
die Überlieferungen unserer Vorfahren an und bilden wir uns dann selbst ein Urteil.

Die inhaltlich ältesten Aussagen altägyptischer Texte finden wir im Tempel von Edfu und an seiner äußeren westlichen Umfriedungsmauer. Diese Texte berichten vom 'Anbeginn der Welt'. Was sich die Ägypter unter Anbeginn der Welt vorstellten, geht aus ihren von Flutbildern überwiegenden Schilderungen hervor, als der Urhügel, auf dem später das Horus-Haus errichtet wurde, und einige andere Hügel entlang des Nils aus dem Wasser hervortraten.
Mit diesem 'Anbeginn der Welt', als die Hügel aus den sinkenden Wassern hervortraten, verknüpften die Israeliten die Geschichte
Noahs, wodurch Noah dann zum Stammvater der Menschheit wurde - sie projektierten das 'Unternehmen Arche Noah' in diese weit zurückliegende Zeit hinein!

In den Texten von Edfu werden sieben Weise genannt, deren Besonderheit darin bestand, dass sie
.. "die einzigen göttlichen Wesen waren, die wussten, wie die Tempel und heiligen Stätten angelegt werden mussten."

Der Tempel von Dendera, nördlich von Edfu, enthält Bauinschriften, denen zufolge der 'große Plan', dem seine ägyptischen Erbauer folgten,
"in alten Schriften aufgezeichnet(war),
die die Horusdiener übergeben hatten."

Bevor wir einen Blick auf das Ereignis der Flut werfen, sehen wir erst mal, was es mit den in den Texten genannten Wesen auf sich hat, denn nach Ägyptologen soll es die vier Horusdiener, auch unter wechselnden Namen als vier Horuskinder oder vier göttliche Wesen bekannt, und die sieben Weisen nie gegeben haben.

Das Eigenartige daran ist nur, dass alle bisher erwähnten Wesen auch in den verschiedensten anderen Frühkulturen auftauchen, die wiederum nie mit der ägyptischen Kultur in Berührung kamen. Die vier Horusdiener sind den Indern als die vier Kumaras bekannt und obwohl die Sumerer diesen Wesen keine Namen gaben, drücken sie sich dahingehend aus, dass sie scheinbar unsterblich waren und ein leidlich menschliches Aussehen hatten und während der 'Abwesenheit der Götter' das Pantheon bewohnten.
Die sieben Weisen sind den Sumerern als die sieben Apkullas bekannt und die Inder nannten sie die sieben Rishis. Beide Namen sind in der jeweiligen Sprache die Begriffe für Weise. Selbst bei den Griechen, der ersten europäischen Kultur, treten die sieben Weisen noch in Erscheinung und nach Platon wird den sieben Weisen der Tempel von Delphi zugeschrieben, 'als Erstlingsgabe ihrer Weisheit'.
Und die zehn ägyptischen Götter waren den Sumerern ihre zehn Ur-Könige und in Indien wurden sie Devas genannt. Aber nach Ägyptologen soll es die zehn Götter, die vier göttlichen Wesen und die sieben Weisen nie gegeben haben.

Im Museum von Turin befindet sich ein Papyrus aus dem 2.Jahrtausend v.Z. aus dem Besitz des Königs von Sardinien. Unter den Fragmenten ist ein schwerbeschädigtes Register, das ursprünglich die Namen und Regierungszeiten von zehn Göttern und dem Göttersohn Horus enthielt.
Lesbar sind die Zahlen 3'126 und 300 am Ende des Registers - also die Regierungszeit des Göttersohnes Horus von 300 Jahren und die des Gottes Thoth von 3'126 Jahren. Die gut erhaltenen letzten beiden Zeilen sind eine Registerzusammenfassung:
"Die Achu,
Schemsu Hor 13'420 Jahre,
Regierungen vor Schemsu Hor 23'200 Jahre;
insgesamt: 36'620 Jahre."
Achu - 'die Regierenden'.
Schemsu Hor - 'die dem Horus Nachfolgenden',
damit sind die vier Horusdiener und die diesen nachfolgenden sieben Weisen gemeint.

Welchem Geist würden nun nicht alle Glocken Sturm läuten?
Das drückten die Sumerer mit 450'000 Vollmondrhythmen genauso aus: 36'345 Jahre!

Graphik (120) 18



Wer wollte jetzt noch behaupten, dass es die zehn Götter, die vier göttlichen Wesen und die sieben Weisen nie gegeben habe?

Wenden wir uns nun der Flut zu, die in den altägyptischen Texten die Stellung des Prinzips einnimmt, also am Anfang aller Dinge steht. Die Flut fand nach heutigen Erkenntnissen zwischen 12'000 - 11'000 v.Z. statt und das plötzliche Vorhandensein der Wassermassen wird dem Ende einer Eiszeit und dem Abschmelzen der Gletscher zugeschrieben. Nach ägyptischen Texten lag der damalige Wasserspiegel um etwa 50 Meter über dem heutigen Nivel.

Um den Meeresspiegel um etwa 50 Meter ansteigen zu lassen, müssten nach heutigem Wissen alle Gletscher und der grösste Teil polarer Eise abschmelzen, ein solches Ereignis hat jedoch um 12'000 - 11'000 v.Z. nicht stattgefunden, denn nach Geologen und Klimatologen sind die ostantarktischen Eise 50 Millionen Jahre und die westantarktischen etwa 125'000 Jahre alt.
Wenn aber polare Eise für das Ansteigen des Wasserspiegels nicht verantwortlich sind, erhebt sich die Frage, ob es zu der Zeit überhaupt so viel Gletschereis gegeben haben kann - wofür bis heute keine Anzeichen vorliegen. Außerdem ist bis heute keine zufriedenstellende Erklärung für die Ursache vorhanden, die das plötzliche Abschmelzen des Gletschereises hervorgerufen haben könnte.
Also, woher kamen plötzlich die ungeheuer vielen Wassermassen?
"Im Erdinnern könnte sich genügend Wasser befinden, dessen Menge ausreichen würde für gleich mehrere neue Ozeane."
Natürlich keine Wasser in flüssiger Form, sondern in Form von Kristallen in einem Mineral namens Wadsleyita, sagte der Geophysiker J.Smith von der Universität von Colorado schon vor über einem Jahrzehnt.
Ja wenn das so ist, dann ist die Ursache nicht in der Atmosphäre zu suchen, wovon heute ausgegangen wird, sondern im Erdinnern.
Auch vom Ausmaß der Flut hat man kein komplettes Bild schaffen können und das Vorkommnis ist seit Jahrzehnten ein Zankapfel der verschiedensten Fachbereiche, sicher ist nur: Weite Landflächen gingen unter Wasser und alles andere sind Vermutungen.

Um die Übersicht über die Vorgeschichte Ägyptens abzuschließen, fehlt nur noch zu erwähnen, dass zur projektierten Gizehanlage noch die Sphinx und ihre beiden Tempel gehören und die Erstellung dieser Bauwerke weist auf ein sehr viel früheres Datum hin, als die Fertigstellung der Grossen Pyramide. Obwohl die Gizehanlage erst um 2'500 v.Z. Vollendung fand, sagt das nichts darüber aus, wann der Grundstein zu dem Projekt gelegt worden ist. Das Gelände wurde jedenfalls schon sehr viel früher markiert, was an dem Stadium der Erosion der durch das Gestein gezogenen Gräben erkenntlich wird. Dass auch das Horus-Haus wahrscheinlich schon in einer weiter
zurückliegenden Zeit angefangen wurde, ließe sich daraus herleiten, dass die ersten beiden Steinlagen mit hundert Tonnen schweren Blöcken aufgelegt worden sind - Gewichte, wie sie bei den späteren Bauabschnitten dann nicht mehr zur Anwendung gelangten.


Die un-sinnige Lehre der Ägyptologen
Befassen wir uns nun mit der 'Lehre' der Ägyptologen und nutzen wir diese Gelegenheit dazu, das 'Ganzheitliche Denken' am praktischen
Beispiel zu demonstrieren.
Die drei Pyramiden der Gizehanlage, die in ihrer Größenordnung und Stellung zueinander den beiden stark leuchtenden und dem kleineren Gürtelstern des Orions am Himmel entsprechen, werden von den Ägyptologen Cheops-, Chephren- und Mykerinos-Pyramide genannt.

Graphik (121) 19



Nach den Ägyptologen soll Pharao Chufu (2'551 - 2'518 v.Z.) der Erbauer der Cheops-Pyramide sein (Cheops ist der griechische Name für Chufu). Die Cheops-Pyramide wird auch noch die Grosse Pyramide genannt, denn mit einer Seitenlänge von über 230 Metern und einer Höhe von über 146 Metern ist sie die größte der ägyptischen Pyramiden.
Im Gegensatz zu den beiden anderen Pyramiden, die außer Grabkammern keine weiteren inneren Baulichkeiten aufweisen, zeichnet sich die Grosse Pyramide durch eine eigenartige Innenarchitektur gegenüber allen anderen Pyramiden aus. Nach unserer bisherigen Erkenntnis muss sie das auch, denn diese Pyramide ist das in den Texten genannte Horus-Haus.

Graphik (122) 20



Die Grosse Pyramide, das Horus-Haus, enthält drei Kammern.
Der vom eigentlichen Eingang nach unten führende Gang wird von den Ägyptologen der abwärtsführende Gang genannt, der nach etwa 106 m
an einem Tunnel endet, der in eine grob aus den Fels herausgehauene Kammer mündet, die den Namen Unterirdische Kammer trägt. Der von dem abwärtsführenden Gang abzweigende nach oben führende Gang wird aufwärtsführender Gang genannt. Die obere Kammer trägt den Namen Königskammer und die darüberliegenden fünf Kammern werden
Entlastungskammern geheissen. Die am Ende des aufwärtsführenden Ganges anschliessende Halle wird Galerie genannt und der am Fuss der Galerie waagerecht verlaufende Gang endet in der Königinkammer.

Nach Ägyptologen handelt es sich bei der Unterirdischen Kammer um eine 'aufgegebene Kammer'. Nach ihnen seien die 2'000 Tonnen geschürften Gesteins aus unbelüfteter Tiefe, die durch den einzigen über 100 m langen und etwas über einen Quadratmeter weiten Gang abtransportiert werden mussten, vergeblich gewesen. Lange Zeit galt auch die Königinkammer mit ihren Schächten als eine 'aufgegebene Kammer', bis mit der Erfindung einer 'Dreikammertheorie' diese Lücke geschlossen wurde. Zuvor galt nur die Königskammer von Wert und Interesse. Diese Kammer soll die Grabkammer Chufus sein. Es steht auch ein offener Steinkasten darin, bloß wurde keine Leiche gefunden, weder in dieser noch in einer anderen Kammer dieser Baulichkeit.

Der Aussage, die Unterirdische Kammer sei eine aufgegebene Kammer,
steht gegenüber, dass gerade der zu der Unterirdischen Kammer führende Gang von den Erbauern besonders sorgfältig hergestellt wurde. Der über 100m lange, erst durch Kalkstein und danach durch Fels führende Gang zeigt eine Abweichung von der Geraden an den Seiten von weniger als 6mm und an der Decke von weniger als 7,5mm, also eine erstklassige Arbeit, aber nach F.Petrie gibt es sogar einen Gangabschnitt von 45m Länge, in dem die durchschnittliche Abweichung nur 0,5mm beträgt!
Reden wir von der Praxis. Einen 26 Grad geneigten, 45m langen Gang mit den zur damaligen Zeit zur Verfügung stehenden Mitteln mit derartiger Genauigkeit durch natürlichen Fels zu treiben, war völlig unmöglich.
Mit einem Kupfermeißel ist das dem heutigen Menschen noch genauso unmöglich und bleibt eine Unmöglichkeit bis zum Ende aller Zeiten. Dieser Gangabschnitt wurde weder von Menschen geschaffen, noch war er mit einer Breite von 1,07m und einer Höhe von 1,19 für Menschen ausgelegt.
Was es mit diesem Gangstück auf sich haben könnte?
Bei diesem Gangstück könnte es sich um den Hohlraum handeln, den der in den Berg einfahrende Leichnam des Osiris in dem Ur-Hügel zurückließ. Bei dem Umwandlungsprozess des Leichnams in einen 'leibhaftigen Geist', wofür ein noch nicht erkannter Faktor, der mit dem Sturz ins Wasser in Zusammenhang steht, verantwortlich zu sein scheint, wurde die atomare Struktur des Gesteins auf einer Strecke von 45 Metern aufgelöst - worin die 'unfassbare Genauigkeit' dieses Gangstückes eine Erklärung findet.

Die eigentliche Funktion der Unterirdischen Kammer wurde von den Ägyptologen nicht erkannt und aus ihrer groben Beschaffenheit und mit ihrer Plattform und einem weiteren im Gestein endenden Gangstück, schlossen sie, dass dieser Bauabschnitt ein aufgegebener sein müsste. Auf den naheliegenden Schluss, dass die grobe Beschaffenheit dem Zweck dieser Einrichtung genüge, kamen sie nicht, weil sie nicht nur nicht das Prinzip erkannten, aus dem diese Kammer entstanden ist, sondern nicht mal das Prinzip erkannten, aus dem das ganze Bauwerk entstand. Aus vorstehendem Grund tappen sie völlig im Dunkel und wissen nicht welchem Zweck die innenarchitektonischen Einrichtungen dienen. Diesem 'Nichtwissen', dass sie mit unbegründeten Behauptungen zu verdecken suchen, werden wir nun wieder und wieder aufs neue begegnen, bzw. der Form, in der die 'Abklärung' stattfand. Die nachstehenden Tatsachen sind in ihrer Gesamtheit gesehen ein Lehrbeispiel, das seinesgleichen sucht. Ein Lehrbeispiel für was? Der Lektor möge bitte selbst urteilen.

Luftschächte - Sternenschächte - Seelenschächte
Aus der Königskammer führen zwei Schächte von rund 20 x 20 cm nach außen, die von den Ägyptologen Seelen-, Sternen- oder Luftschächte genannt werden. Die Belegung der Schächte mit den unterschiedlichsten Begriffen verrät schon, dass ihre wahre Funktion und die Prinzipien, aus denen sie entstanden, unerkannt blieben.
Bis 1993 wurden sie offiziell Luftschächte genannt. Mit eingebauten Gebläsen dienen sie heute auch als solche.
Im Jahre 2'500 v.Z. zeigte der südliche der beiden Schächte mit einer Neigung von 45 Grad 14 Minuten auf Al Nitak (Zeta Orionis), dem Hauptstern des Sternbildes des Orion, der von den Ägyptern mit dem Gott Osiris in Verbindung gebracht wird und dem 'Wiederauferstehung und Wiedergeburt' zugeschrieben werden.
Der nördliche Schacht zielt mit 32 Grad 28 Minuten auf den Stern Thuban (Alpha Draconis), dem die Ägypter 'kosmische Schwangerschaft und Reifung' zuordnen. Für Ägyptologen sind dies jedoch bloß Luftschächte.
Luftschächte sind ihnen auch die beiden Schächte in der Königinkammer, die sich ebenfalls in nördlicher bzw. südlicher Ausrichtung befinden. Der südliche Schacht mit 39 Grad 30 Minuten zeigte im Jahre 2'500 v.Z. auf den Sirius (Alpha Canaris Maioris), der für die Ägypter Isis, die 'kosmische Mutter der Ägypter' bedeutet und der nördliche Schacht zielte auf den Stern Kochab (Beta Ursae Menoris), der die 'Unsterblichkeit der Seele und kosmische Erneuerung' symbolisiert.

Obwohl dieses Bild in seiner Bedeutung sternenklar ist, für die Ägyptologen waren dies vier simple Luftschächte.
Selbst die Tatsache, dass keiner der beiden Schächte der Königinkammer überhaupt nach außen führt und 17m vor der Außenseite mit einem Abschluss-Stein verschlossen sind, in dem Fall niemals als Luftschächte hätten dienen können, gilt den Ägyptologen nichts.
Es gilt ihnen auch die Tatsache nichts, dass diese Schächte vor 1872 überhaupt nicht mit der Königinkammer verbunden gewesen sind, weil die Steinmetze an dem Verbindungsstein zur Kammer eine 12cm dicke Steinwand beließen, um das Vorhandensein dieser Schächte zu verheimlichen. Erst 1872 entdeckten die Gebrüder Dixon die geheimen Schächte hinter der Wand und ließen sie mit Hammer und Meißel freilegen.

Also:
Die Luftschächte führten
* nicht in die Königinkammer hinein und
* nicht nach außen ins Freie.
Aber nach Ägyptologen müssen es Luftschächte sein!

Versteht jemand diese 'wissenschftliche Behauptung'?
Natürlich ist das nicht mehr verständlich, deshalb werden die Schächte nach der Entdeckung des Umstandes, dass der südliche Schacht mit einem Abschluss-Stein (Gantenbrink-Abschlusstein, 1993) verschlossen war, 'Modellkorridore' genannt - um die Tatsache zu kaschieren, dass man ihre Funktion nicht erkannt hatte. Eine Tatsache die weiterbesteht, denn eine Umbenennung ändert daran nichts.

Damit wir wissen 'wo es lang geht', fassen wir das Vorstehende mal zu Fragen zusammen. Weshalb wurden in der Königinkammer
* Sternenschächte simuliert und
* auch noch verheimlicht?
* Und weshalb wurde mit den Schächten das Jahr 2'500 v.Z. am Sternenhimmel markiert?

Entlastungskammern:
Über der Königskammer befinden sich fünf Zwischenräume. Nach den Ägyptologen sollen diese Zwischenräume der 'statischen Entlastung' dienen.
Wollte man über der rund 60 Quadratmeter messenden flachen Decke der Königskammer auf diese Weise statische Entlastung schaffen, hätte sich das schon mit einem einzigen Zwischenraum erreichen lassen!
Bei der viel tiefer liegenden Königinkammer ist es den Erbauern sogar ohne aufwendige 'Entlastungskammer' gegangen, da wurde einfach eine schräge Decke mit dem entsprechenden Neigungswinkel angelegt.
Wozu, muss man sich fragen, fünf Entlastungskammern übereineinander anlegen, wenn vom 'wissenschaftlichen Standpunkt' betrachtet eine einzige den gleichen Zweck erfüllen würde?
Also, um als Entlastungskammern zu dienen sind die fünf Zwischenräume über der Königskammer ganz bestimmt nicht angelegt worden und auch dies ist eine an den Haaren herbeigezogene Behauptung, die jeder vernünftigen Grundlage entbehrt.

Die Galerie
Die Galerie in der Grossen Pyramide gehört zu den architektonischen Meisterwerken prähistorischer Baukunst. 26 Grad aufwärts führend über eine Länge von rund 46m, 2,10m breit, 8,50m hoch und mit einem aufwendigen Kraggewölbe in paralleler Linienführung zur Fußbodenneigung wird der Begriff 'technisch einmalig' diesem Werk gerecht.

Was tut nun diese aufregend einmalige Aufwendigkeit inmitten der sonst so gefühls- und schmucklosen Zweckmäßigkeit? Die Ägyptologen können darauf keine Antwort geben und keine Antwort zu haben, sollte man ihnen nicht zu ihrem Nachteil auslegen.

Brunnenschacht
Von der Höhe der Königinkammer, an dem Punkt, wo der waagerechte Gang mit dem aufwärtsführenden Gang und der Galerie zusammenstößt, windet sich ein nachträglich durch das Gestein getriebener Schacht von knapp einem Quadratmeter im Querschnitt in unregelmäßigem, eigenartigen Verlauf etwa 60m in die Tiefe und mündet in den abwärtsführenden Gang zur Unterirdischen Kammer.
Ägyptologen nennen diesen Schacht Brunnenschacht. Das ist auch wieder nur eine 'Verlegenheitsbehauptung', denn weder gibt es Wasser in der Pyramide, noch ließe sich der Schacht mit einer unteren Öffnung als Brunnenschacht nutzen, ganz abgesehen davon, dass der gesamte Kontext fehlt.

Wie die 'Maulwürfe' in diesem knapp einem Quadratmeter engen Schacht hätten schürfen und sich 60m herab- oder hinaufarbeiten können, ist an sich schon ägyptologisches Gedankenkraut, doch wie sie innerhalb des Gesteins bei wechselhaftem Richtungsverlauf den genauen Zielpunkt hätten anvisieren können, ihr Ziel hätten ermessen können, das hat noch kein Genie auch nur in Gedanken zu erwägen gewagt.
Auch bei allergrößter Nachsicht mit diesen Ägyptologen, die von sich behaupten 'Wissenschaftler' zu sein, aber so lässt sich bestimmt kein Verständnis und schon gar kein 'Wissen' schaffen.

Einbrechersicherung
Wo von dem abwärtsführenden Gang der aufwärtsführende Gang beginnt, ist dieser Gang nach ein paar Metern mit Granitblöcken verschlossen. Diese drei Granitquader sind naht- und fugenlos eingepasst und sitzen heute noch so fest wie damals. Wie das hätte bewerkstelligt werden können, ist ein Rätsel, ist mehr noch als nur ein Rätsel, ist schlicht eine 'Unmöglichkeit'. Auf die Frage welchem Zweck sie dienen, erklären die Ägyptologen: Der Sicherung gegen Einbrecher.

Rund 3'400 Jahre nach der Fertigstellung der Pyramide war Kalif al-Mamun der erste 'Einbrecher'. Der ließ sich jedenfalls nicht von den Verschluss-Steinen aufhalten, der umging diese einfach.
Was muss al-Mamun gelacht haben, wenn er damals angenommen haben sollte, die Granitquader sollten der Absicherung gegen Einbrecher dienen. Als er in die Kammern gelangte, verging ihm dann sicher rasch das Schmunzeln und an seiner Stelle machte sich eine masslose Enttäuschung breit, denn die Kammern waren leer! Es fand sich absolut nichts, was er hätte stehlen können - nicht mal Pharaonenleichen. Und auch nicht Chufus Leichnam.
Also nichts ist damit, dass diese Pyramide Chufu als Grabstätte diente, wie die Ägyptologen nicht müde werden, dies zu behaupten.

Wozu, muss man sich fragen, sollten die so rätselhaften 'Verschluss-Steine' dann dienen? Wozu den Zugang nach oben absichern, wenn es oben nichts zu holen gab und kein Pharaonenleichnam lag?
Auffällig ist auch, dass al-Mamun sich nicht nach unten in die Unterirdische Kammer begab, die er durch den 'Brunnenschacht' hätte erreichen können, um dort nach dem vermuteten Schatz zu suchen.
Weshalb er das nicht tat?
Weil es den 'Brunnenschacht' zu seiner Zeit, um das Jahr 900 unserer Zeitrechnung herum, noch nicht gab!
Aber nach 1'301, als die Pyramide ihre Vermantelung absprengte, existierte der 'Brunnenschacht' - also die Frage nach dem 'Brunnenschachtkonstrukteur' tut sich auf.

Bei dem Unternehmen von Kalif al-Mamun fällt sofort auf, dass er zielausgerichtet handelte. Er setzte den Einbruch in Höhe der 14. Steinlage an und wäre so auch auf dem kürzesten Weg auf den aufsteigenden Gang gestoßen. Zweifellos mussten ihm die Baupläne vorgelegen haben, denn sonst hätte er den kürzesten Weg nicht finden können, sonst hätte er nicht mal wissen können, wo überhaupt zu beginnen. Die Überraschung war dann wohl groß, als er statt auf einen freiliegenden Gang, auf die drei Verschluss-Steine aus Granit stieß. Diese Verschluss-Steine können demnach auch nicht Teil der ursprünglichen Planung sein, sonst wären sie in den Plänen aufgezeichnet gewesen.


Wie schon erwähnt, nach Ägyptologen soll Chufu der Erbauer der Grossen Pyramide sein. Wahrscheinlich müsste die Aussage noch präzisiert werden, aber darüber, dass unter Chufu das Bauwerk vollendet wurde, besteht Einigkeit. Bestritten wurde lange Zeit der einzige Fakt, den die Ägyptologen für diese Behauptung vorlegen können, der in ein paar 'Steinmetzemarkierungen' besteht, die sich angeblich bei der Entdeckung durch den Engländer Vyse, der 1836 mit eingehenden Untersuchungen der Grossen Pyramide begann, in den von ihm entdeckten oberen vier Entlastungskammern befunden haben sollen. In diesen Zeichen kommt der Name Chufu vor.

Wir brauchen uns damit nicht auseinander setzen, denn es ist unerheblich, ob die 'Steinmetzezeichen' bei der Entdeckung der oberen vier 'Entlastungskammern' vorhanden waren oder ob R.Hill, Vyses Vorarbeiter, sich als 'Wandmaler' betätigte und die Zeichen dort anbrachte, ebenso wie er ja auch aus ganz bestimmten und zwingenden Gründen mit grossen schwarzen Buchstaben englische Namen dort anpinselte, was man dann als den 'Kammernamen' auswies, denn so oder so, es herrscht darüber Einigkeit, dass unter Chufu das Bauwerk Vollendung fand.
Das von den Ägyptologen daraus abgeleitete Prinzip der Grosssen Pyramide, dass ihre Errichtung erfolgte um Chufu als Grabstätte zu dienen, erwies sich ja bereits als falsch.
Es sei diesem Thema noch angefügt, dass die von Davidson entdeckte Entlastungskammer keine Steinmetzezeichen enthielt und man auch ganz gut ohne solche Zeichen auskam, denn es konnten in der Grossen Pyramide ansonsten keine gefunden werden.

Im Mai 1837 wurde R.Hill von Vyse beauftragt die Mündung eines Schachtausganges in Höhe der Steinlage 102 auf der Südseite der Grossen Pyramide mittels Sprengstoff Freizuräumen und dabei fand sich ein Stück Eisenblech. Mit dem schriftlichen Zeugnis Hills und Bestätigungen der Bauingenieure J.Perring und I.Mash sandte Vyse das Stück Blech an das Britische Museum, wo die britischen Ägyptologen die Echtheitsanerkennung verweigerten, da das Stück Eisen ihrer gesamten ägyptologischen Erkenntnis widersprach, denn zur damaligen Zeit begann den Ägyptologen die Eisenzeit im 7.Jahrhundert vor der Zeitenwende und die Hieroglyphenforschung befand sich noch in den Kinderschuhen und war grad mal dreißig Jahre alt.
Ein Eisenblech aus der Grossen Pyramide, aus der Zeit um 2'500 v.Z. herum, aus der frühen Bronzezeit, das warf die ganze Chronologie um! Also nein, das sollte nicht wahr sein, das Eisenblech durfte nicht echt sein, das musste aus einer anderen Zeit sein.

Obwohl die Ägyptologie in dieser Beziehung 'flexibler' zu werden scheint und in den letzten Jahren auch mancher orthodoxe Ägyptologe zugab, dass Eisen den Ägyptern ja bekannt gewesen sein müsse, weil es in alten Texten Erwähnung findet, bleiben sie bei ihrer Haltung, dass das Eisenblech nicht aus der Grossen Pyramide stammen könnte, denn ihre falsche Schlussfolgerung lautet, dann müssten die Ägypter ja um 2'500 v.Z. die Verarbeitung von Eisen erfunden haben und dafür gibt es wahrhaftig nicht die geringsten Anzeichen. Das stimmt soweit auch, bloss ist der Gedankengang an sich nichtig, denn der Ursprung des Eisenblechs muss ja nicht in Ägypten zu liegen!

1881 wurde das Eisenblech von M.F.Petrie untersucht, Petrie:
"Zwar wurde (die Echtheit des Stücks Eisen) allein schon wegen seiner Einzigartigkeit in Zweifel gezogen, doch die Belege sind sehr präzise und seine Rostschicht ist mit einem Überzug aus Nummuliten (fossilen marinen Protozonen) bedeckt. Dies beweist, dass es jahrhundertlang neben einem Quader aus Nummulitenkalksandstein verschüttet war und mit Sicherheit ein sehr hohes Alter besitzt. Es kann daher kaum bezweifelt werden, dass es sich um ein wirklich echtes Stück handelt..."

Natürlich wollen die Ägyptologen das nicht wahr haben. 1989 wurde ein Bruchstück dieses Eisenbleches von den Wissen schaffenden Metallurgen P.Jones (Imperial College London) und S.E.Gayer (Universität Suez) eingehend untersucht. Die beiden Experten wiesen darauf hin, dass es auf einer Seite des Eisenbleches sogar Goldspuren gab! (El Sayend El Gayer und M.P.Jones: 'Metallurgical Investigation', S.82) Aus dem Abschlussbericht der beiden Experten:
"Auf der Grundlage der vorliegenden Untersuchungen sind wir zu dem Ergebnis gelangt, dass das Eisenblech sehr alt ist. Außerdem unterstützt der metallurgische Befund den archäologischen Befund, dass das Blech zu der Zeit in die Pyramide gelangt ist, als diese gebaut wurde."

Obwohl die Stuktur des Eisenbleches 'ungewöhnlich' ist und keinem der heute üblichen Herstellungsverfahren entspricht, akzeptieren die Ägyptologen die wissenschaftliche Expertise der Metallurgen aus dem einfachen Grund nicht, weil die Expertise mit ihrer 'Lehre' unvereinbar ist. Ein anderer Grund besteht nicht.

Der Ordnung halber sein dazu angeführt, dass die ägyptische Bezeichnung für Eisen 'Bja' lautet, was sich mit 'göttliches Erz' übersetzen lässt und schon in altägyptischen Texten vorkommt. Text:
"Deine Kindeskinder haben dich gemeinsam aufgestellt, insbesondere (die vier Horuskinder)... dein Mund wird geöffnet mit ihren 'ehernen' Fingern..."
Die Mundöffnungszeremonie basierte zu dieser Zeit scheinbar auf dem Glauben, dass die Seele des Toten den einbalsamierten Körper durch den Mund verlasse. Bei diesen Zeremonien fand ein eisernes Instrument Verwendung, das Dechsel genannt wurde. Text:
"Dein Mund ist angepasst, denn ich habe deinen Mund für dich
geöffnet... O König, ich öffne den Mund für dich mit der 'ehernen'
Dechsel des Upuaut, ich öffne den Mund für dich mit der 'Dechsel
aus Erz'..."
Desweiteren finden sich in den Texten noch Begriffe wie 'eherne Türflügel' und 'eherner Thron' und im Museum von Kairo existiert ein Eisendolch aus nichtrostendem Stahl aus dem Grab des Pharaos Tut-Ench-Amun aus der Zeit um 1'300 v.Z.!

Also zur Zeit der Konstruktion der Grossen Pyramide, zwischen 2'600 und 2'500 v.Z., war ein Stück Eisenblech vorhanden, man könnte sagen das 'einzigartigste Ding des ganzen Jahrtausends'.
Es erhebt sich jetzt die faszinierende Frage, was könnte es mit diesem einzigartigen Stück Eisenblech im 'Orion Schacht' der Grossen Pyramide wohl für eine Bewandtnis gehabt haben? Ein Eisenblech, das auf einer Seite auch noch Goldspuren aufweist?
Was 1837 so harmlos mit einem Stück Eisen begonnen hatte und nicht wahr sein sollte, die Haltung der Ägyptologen hat sich in den letzten Jahren versteift und zu was sie sich entwickelt hat, davon sollten wir uns ein Bild verschaffen. Eine kurze analytische Betrachtung der letzten 30 Jahre.

Der Physik Nobelpreisträger L.Alvarez führte 1968/69 eine Untersuchung an der Grossen Pyramide durch und das Ergebnis bezeichnet er selbst als 'wissenschaftlich unmöglich'. Also was rauskam, hätte nicht rauskommen dürfen. Der damalige Chef der Altertümerverwaltung kommentierte das noch ganz ehrlich, 'entweder sei die Struktur der Pyramide ein Wirrwarr oder es gäbe ein Mysterium, dass sich unseren Erklärungen entzieht'.

1986 entdeckten französische Architekten (Dormion, Goidin) mit elektronischen Detektoren Hohlräume in der Grossen Pyramide.
Nach Ägyptologen gibt es jedoch, außer den schon entdeckten, keine Hohlräume, Kammern oder Gänge mehr in der Grossen Pyramide. Der
Befund wurde von den Ägyptologen als 'Werbegag der Electricite de France' abgetan.

1987 erhielt eine Gruppe von Experten der Waseda Universität (Tokio) die Erlaubnis, die Grosse Pyramide mittels Radar und elektromagnetischer Methode zu erforschen. Die Japaner orteten einen Hohlraum neben dem Gang zur Königinkammer, etwa drei Meter unter dem Fußboden, einen weiteren Hohlraum hinter der Nordwestwand der gleichen Kammer sowie einen von der Pyramide nach Süden verlaufenden Gang. Bevor die Japaner mehr entdecken konnten, wurden sie von der Altertümerverwaltung rausgeworfen. Die Entdeckungen der Japaner wurden nun als 'Werbegag der japanischen Elektronikindustrie' abgetan.

1993 erhielt R.Gantenbrink die Erlaubnis, den südlichen Sternenchacht der Königinkammer in der Grossen Pyramide zu erforschen. Dass in dem Schacht von 20 x 20 Zentimeter etwas zu entdecken sei, glaubte sowieso niemand. Nach 60m war Gantenbrinks Roboter vor einem Verschluss-Stein mit Metallverzierungen angelangt, der auch als eine Luke oder Minitür Interpretierung fand und zu allen möglichen Spekulationen Anlass gab. Die Erlaubnis zu weiteren Erforschungen wurde Gantenbrink verweigert.

Inzwischen hörte man, dass die Ägyptologen selber einen Roboter konstruieren, doch so ganz klappte es dann wohl nicht. Weshalb die heimlich...? Gemunkelt wird, der Grund sei, um ein Stück Holz wegzuschaffen, das im anderen 'Luftschacht' der Königinkammer liegt und von der Kamera des Gantenbrinkroboters dort entdeckt wurde.

Die Vorgeschichte beginnt 1872, als die Gebrüder Dixon die bis dahin unbekannten Schächte öffneten und im kurzen waagerechten Teil des südlichen Schachtes drei Gegenstände entdeckten: Eine Steinkugel, einen Doppelhaken aus Metall und ein vierkantiges, schmales Stück Zederholz mit mehreren Kerben. 1872 berichtete darüber 'London Graphic' und 'Natur' und zeigten Abbilder der Gegenstände. Dies sind die bisher einzigen aufgefundenen Gegenstände innerhalb der Grossen Pyramide.

Wo sind die Gegenstände geblieben? weiter siehe Übertrag

Ende des dritten Kapitels